Mobilität: Tipps

Ein Grossteil des klimawirksamen Treibhausgases Kohlendioxid (CO2) stammt aus dem Strassen- und Luftverkehr. Um hier Gegensteuer zu geben, ist es wichtig, das eigene Mobilitätsverhalten bewusster zu planen und zu optimieren. Die Lösungen sind oft recht simpel und schränken die Mobilität nicht oder nur sehr geringfügig ein.


Ferien
Eine einmalige Fernflugreise kann mehr fossilen Brennstoff verbrauchen als ihr jährlicher Bedarf für die Heizung oder das Auto. Eine ausgewogene Mischung aus nahen und fernen Feriendestinationen trägt in hohem Mass zu einer Reduktion der mobilitätsbedingten Umweltbelastung bei.


Wahl des Verkehrsmittels (Arbeits-, Freizeitverkehr)
Benutzen Sie möglichst die Bahn anstelle des Autos. Vor allem beim Arbeitsverkehr, wo in der Regel nur eine Person im Auto sitzt, ist die Bahn das  Verkehrsmittel der Vernunft. Setzen Sie nicht nur auf ein Verkehrsmittel, sondern nutzen Sie – abhängig vom Verwendungszweck – das geeignetste.


Auto-und Reifenkauf
Die Energieetikette für Personenautos hilft, ein energieeffizientes Auto zu finden. Die Energieetikette unterstützt die angestrebte Absenkung des mittleren Treibstoffverbrauchs neuer Personenwagen. Sie informiert über den Treibstoffverbrauch in Liter/100 km, den CO2-Ausstoss in g/km und die Energieeffizienz bezogen auf das Fahrzeugleergewicht. Per 1. August 2014 ist in der Schweiz die obligatorische Reifenetikette in Kraft getreten. Zweck der Reifenetikette ist es, dem Konsumenten vereinheitlichte Informationen über den Rollwiderstand (und damit der Treibstoffeffizienz), die Nasshaftungseigenschaften und über das externe Rollgeräusch ( Lärmemissionen) bereitzustellen.


Ecodrive
Mit den vier Eco-Drive Regeln sparen Sie bis zu 15% Treibstoff.  Gleichzeitig senken Sie den CO2-Ausstoss und reduzieren die Lärmemissionen.
•    Früh hochschalten – zügig beschleunigen – spät runterschalten.
•    Im höchstmöglichen Gang bei niedriger Drehzahl fahren
•    Vorausschauend, partnerschaftlich und gleichmässig fahren.
•    Reifendruck prüfen, Lasten reduzieren, Dachträger entfernen, Klimaanlage optimal einsetzen

 

Folgende Links bieten weitergehende Informationen zum Thema Mobilität und Klimawandel:
http://www.bafu.admin.ch/klima/09608/index.html?lang=de#sprungmarke0_20
http://www.energieschweiz.ch/de-ch/mobilitaet.aspx
www.bafu.admin.ch/klima/00469/index.html?lang=de

 

Mobilität: Fakten

Der Verkehr ist einer der Hauptverursacher von Lärm und Luftverschmutzung. Rund ein Drittel des gesamten Energieverbrauchs bzw. 38% der CO2-Emissionen lassen sich auf den Verkehr zurückführen.
„Endlich haben wir einen Parkplatz gefunden. Jetzt müssen wir nur noch herausfinden, in welcher Stadt wir sind.“ Dieser Verkehrsteilnehmer wird sein Mobilitätsverhalten aus ganz praktischen Gründen hinterfragen. In unserer ausgeprägten Mobilitätsgesellschaft gibt es sicher auch Zwänge, die es verunmöglichen, immer das umweltfreundlichste Verkehrsmittel zu benutzen. Aber es gibt Zahlen und Fakten, die es uns erleichtern, das eigene Mobilitätsverhalten zu hinterfragen und gegebenenfalls zu ändern:

Energieverbrauch eines Durchschnittshaushaltes

 

Damit Energie und auch Geld gespart werden kann, ist es wichtig zu wissen, welcher Bereich wie viel Energie verbraucht. Ein grosser Teil wird für die Heizung und die Warmwasserproduktion verwendet. Für die Mobilität wird aber ähnlich viel Energie verbraucht wie für die Heizung. Die Tendenz ist steigend.

 

Zurückgelegte Jahreskilometer (Distanzanteile)

 

Der Schweizer legt pro Jahr ungefähr 20‘000 km zurück. Davon entfällt rund ein Drittel auf Strecken im Ausland. Rund 50 % werden im motorisierten Individualverkehr zurückgelegt. Mit 26% spielt auch der Fernreise-Flugverkehr eine bedeutende Rolle. Wichtigster Verkehrszweck sind mit einem Distanzanteil von 40% die Freizeitaktivitäten, gefolgt von den Arbeits- und Ausbildungswegen mit 36%.

 

Mobilität: Prozentuale Anteile der verschiedenen Energieträger

 

Da der Verkehr seinen Energiebedarf zu 96% mit Erdölprodukten deckt, trägt er zu einem hohen Anteil an die klimawirksamen CO2-Emmissionen bei. Ein Grossteil des klimawirksamen Treibhausgases Kohlendioxid (CO2) stammt aus dem Strassen- und Luftverkehr. 

Vergleich: CO2-Emissionen Verkehr und Heizung (Oel)

 

Obige Zahlen verdeutlichen, dass der persönliche Auto- und Flugverkehr die Atmosphäre stärker belasten kann als die Heizung. Bei der Mobilität können die Zahlen je nach verwendeter Berechnungsgrundlage stark variieren (Auslastung der Verkehrsmittel / Strom-Mix Bahn/ Interkontinentalflug, Kontinentalflug etc.). Wer genauere Daten wünscht, die sich auf das persönliche Mobilitätsverhalten beziehen, findet im Internet entsprechende CO2-Rechner (www.mobitool.ch. oder  www.myclimate.org ).  

Die Kernaussage bleibt aber dieselbe:

Mein Mobilitätsverhalten hat einen grossen Einfluss auf den Treibhauseffekt. Neben den Energiesparmassnahmen im Haushalt und bei der Heizung kann ich mit einer energiebewussten Wahl des Verkehrsmittels einen wesentlichen Beitrag zur Reduktion der CO2-Belastung und damit der Klimaerwärmung beitragen.