Energie-Region Zürcher Weinland – erfolgreich unterwegs

  

Erste Bilanz der fünfjährigen Zusammenarbeit

Das Zürcher Weinland hat die Chance, sich zu einer attraktiven, zukunftsorientierten und energetisch nachhaltigen Region zu entwickeln. Auf Initiative der Arbeitsgruppe Energie von ProWeinland haben sich neun Gemeinden im Bezirk zusammengeschlossen, um den Anteil an erneuerbarer Energie markant zu erhöhen. Seit 2014 arbeiten die Gemeinden Stammheim, Ossingen, Truttikon, Trüllikon, Benken, Laufen-Uhwiesen, Dachsen, Marthalen und Rheinau in der Energie-Region Zürcher Weinland zusammen. Per 2021 ist neu die Gemeinde Flurlingen dazu gestossen, während Rheinau zurückgetreten ist.

Verschiedene Aktivitäten wurden entwickelt. Beispiele sind die Einführung einer kostenlosen Energieberatung in den Gemeinden, Informationsveranstaltungen für Hauseigentümer zur Gebäudesanierung und ERFA-Veranstaltungen für die Betreiber von Infrastrukturanlagen wie ARA, Wasserversorgungen und Holzheizwärmeverbunden.

Um die Wirksamkeit dieser Aktivitäten zu überprüfen, wurde im Jahr 2019 eine Bilanzierung durchgeführt. Die Resultate wurden mit jenen Zahlen verglichen, welche im Jahr 2014 erstmals zum Energieverbrauch, sowie den lokalen erneuerbaren Energie-Potentialen der Region erhoben wurden. Die Ergebnisse dieser Untersuchung zeigen, welche entscheidenden Fortschritte die Energie-Region Zürcher Weinland gemacht hat.

  • 27% weniger Heizöl-Verbrauch
  • 4% Reduktion der Treibhausgas-Emissionen pro Einwohner
  • Möglichkeit, bis 2035 den gesamten Wärmebedarf mit erneuerbaren Energieträgern zu decken.
  • Photovoltaik-Anlagen (PV) erzeugen dreimal mehr Strom und decken bereits 8% des Stromverbrauchs ab
  • 100% erneuerbarer Strom

Wermutstropfen: Zunahme der Anzahl Personenwagen, somit keine Verbesserung der Treibhaugas-Emissionen in diesem Bereich.

Weiter aktiv bleiben und ausbauen

Es reicht nicht, nur zufrieden zu sein mit dem erreichten. Die anspruchsvollen Klimaziele der Schweiz bis 2050 verlangen weitere Anstrengungen. Die bisherigen Gemeinden haben bereits beschlossen, bis auf weiteres in der Energie-Region zusammenzuarbeiten. In den nächsten Jahren wird dabei der Arbeitsschwerpunkt auf der strategischen Planung sowie auf Vorstudien zu Infrastrukturprojekten im Bereich erneuerbarer Energien liegen. Ebenso sollen weitere Kommunen für das Programm hinzugewonnen werden.

 

 

 

 

Das Programm Energieregion Zürcher Weinland wird unterstützt durch das Bundesamt für Energie BFE.