Energieregion will zusammenarbeiten

Am zweiten von ProWeinland für die Energieregion Zürcher Weinland organisierten Erfahrungsaustausch zum Thema Asche zeichnete sich zum Abschluss eine mögliche Zusammenarbeit ab.

Die neuen Vorschriften des BAFU machen es den Betreibern von Wärmeverbünden nicht leicht. Es fiel gar das Votum „mit Kanonen auf Spatzen schiessen“. Die Vorschriften des Bundes sind nämlich nicht ganz einfach umzusetzen, aber die Fristen dafür sehr eng. Abklärungen durch das Ingenieurbüro Derrer in Kleinandelfingen ergaben, dass die rund zwanzig Anlagen der Region mit mehr 150 kW Leistung Ascheentsorgungskosten in der Höhe von 70‘000 bis 100‘000 Franken jährlich verursachen, zuzüglich Verwaltungskosten. Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass nach Möglichkeiten der Wiederverwertung des Abfallproduktes Asche gesucht wird. Einsatz im Strassenbau, als Schleifmittel, als Streumittel, als Düngemittel oder als Zuschlagstoff im Zement sind nur ein paar Beispiele.

Die Region Zürcher Weinland zeichnet sich durch Waldreichtum und erhebliches ungenutztes Potential aus. Da deshalb die vermehrte Nutzung von Holzenergie angestrebt werden soll, ist mit einer grösser werdenden Aschenmenge zu rechnen. Auf Grund der Menge und der Transportwege waren sich die Teilnehmer nach eingehender Diskussion einig, dass die Kosten für eine gemeinsame Entsorgung vertieft abgeklärt werden sollen. Die Idee einer Koordinationsplattform mit Zugang für alle Interessierten wäre eine der Möglichkeiten, die nun genauer abgeklärt werden. Laut Derrer kann dabei mit geschätzten Einsparungen von 15 bis 20 Prozent oder bis zu 17‘000 Franken gerechnet werden. Sobald die entsprechenden Offerten eingeholt sind, werden Gemeinden und Betreiber weiter informiert. Dann wird auch entschieden,  ob eine Gesamt- oder Teillösungen grössere Vorteile bringen.

Bericht der Andelfinger Zeitung

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