Ascheentsorgung in der Energieregion Zürcher Weinland

Geld liegt in der Asche
Auf Einladung von ProWeinland trafen sich zum zweiten Mal in diesem Jahr Gemeindevertreter und Betreiber von Fernheizungen der Energieregion Zürcher Weinland zu einem Informationsaustausch. Im Mittelpunkt der gut besuchten Veranstaltung stand eine koordinierte Entsorgung der anfallenden Asche der verschiedenen Wärmeverbünde und deren Kosten.

Die Zeiten sind längst vorbei, als Asche kostengünstig als Dünger auf den Feldern entsorgt werden konnte. Heute regeln strenge Vorschriften die Ascheentsorgung. Und dies kostet Geld. Zu Beginn des Jahres hatte die Energiegruppe von ProWeinland den Auftrag erhalten, die Kosten für verschiedene Möglichkeiten der Entsorgung zu erheben. Die Studie des Ingenieurbüros Derrer (Kleinandelfingen) hat nun aufgezeigt, dass mit einer gemeinsamen Entsorgung der anfallenden Asche bis zu 13'000 Franken (bei Gesamtkosten von gegen 100'000 Franken) eingespart werden könnten.

Die Krux liegt allerdings in der Zusammenarbeit. In der Energieregion wird an nicht weniger als 14 Orten Asche gesammelt (insgesamt rund 142 m3) und muss abtransportiert werden. Ein Problem sind die unterschiedlichen Mengen von 1,7 bis 24,5 Kubikmeter pro Ort. Bei den grossen Anlagen kann der Entsorger hinfahren, laden und wieder wegfahren. Damit aber auch die kleinen Anlagen bedient werden können, müssten Sammelfuhren organisiert werden. Dies bedingt eine gute Koordination und Organisation der Transporte. Ein Teilnehmer stellte die berechtigte Frage nach dem «Organisator», denn die Koordination sei aufwändig. Bei den Gemeinden und den Betreibern besteht weiterhin eine gewisse Skepsis. Die Zusammenarbeit mit den verschiedenen Absaug- und Transport-Unternehmen funktioniert fast überall gut. Deshalb scheint das Interesse an einer gemeinsamen Lösung – trotz der Kosteneinsparung von bis zu 20 Prozent – noch gering zu sein. Fest steht lediglich, dass der Ball bei den Gemeinden und Betreibern liegt, diese Einsparmöglichkeit auch zu realisieren.

 

Bericht aus der Schaffhauser Zeitung

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