Runder Tisch des BBFA

Zum traditionellen „Runden Tisch“ des von ProWeinland geführten Berufsbildungsforums Andelfingen (BBFA) trafen sich an der vierten Austragung 18 Vertreterinnen und Vertreter der Oberstufen-Schulen und des regionalen Gewerbes im Schloss Andelfingen.

In einem ersten Teil stand das Thema „EBA-Ausbildung versus EFZ-Ausbildung“ auf der Traktandenliste. Wo liegen die Unterschiede der Ausbildung mit Eidgenössischem Berufsattest (EBA) und Eidgenösischem Fähigkeitszeugnis (EFZ)? Ursula Grimm, Berufsberaterin beim biz Winterthur und BBFA Vorstandsmitglied, erläuterte kurz die 13jährige Geschichte des EBA und stellt fest, dass nach wie vor sowohl seitens Gewerbe wie auch seitens Eltern Vorbehalte bestehen, obwohl gemäss letzten Erhebungen 41% der EBA-Absolventen im Anschluss eine um ein Jahr verkürzte EFZ-Ausbildung abschliessen. 

 

Strukturen für EBA müssen stimmen

In der nachfolgenden Gesprächsrunde mit Matthias Fink (Mitinhaber Fink Sanitär und Heizung AG, Kleinandelfingen) und Nadine Schneider (Ausbildungsverantwortliche Alterswohnheim Flaachtal) zeigte sich klar, dass der Betreuungsaufwand für EBA-Lernende um einiges grösser ist als bei EFZ-Absolventen. Schneider machte klar, dass Leute mit EBA-Abschluss vor allem im Langzeit Pflegebereich sehr gute Chancen haben, während der Akut-Bereich eher für EFZ-Absolventen in Frage kommt. Fink gab zu Bedenken, dass ein grösserer Handwerks-Betrieb wohl eher die für EBA-Absolventen nötigen Strukturen bereitstellen kann als ein kleiner Betrieb, bei dem Monteure oft alleine oder zu zweit unterwegs sind. Einig war man sich darin, dass das durchgängige Schul- und Ausbildungssystem jeder und jedem die Chance bietet, sich auch nach einem EBA-Abschluss weiterzuentwickeln.

 

Beliebte Berufsbesichtigungen

Brigitte Huggel vom BBFA-Vorstand präsentierte einige Kennzahlen zu den Berufsbesichtigungen im Frühling 2017. An insgesamt zehn Mittwochnachmitttagen hatten die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, in 59 Betrieben 71 verschiedene Berufe kennenzulernen. Seitens Gewerbe wurden die Nachmittage grösstenteils als positiv bewertet und den Schülerinnen und Schülern grosses Interesse attestiert.

Beim abschliessenden Apéro wurde rege diskutiert. Einmal mehr zeigte sich, wie wichtig der persönliche Austausch zwischen Schule und Ausbildnern ist.

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