Kulturtreffen in Andelfingen

Die vom Verkehrsverein Andelfingen und von ProWeinland organisierte, bereits traditionelle Zusammenkunft der „Kulturvereine“ fand für einmal unter freiem Himmel beim Schloss in Andelfingen statt. Passend zu den Hauptthemen des Treffens, dem jubilierenden Schlosspark Andelfingen und der bald beginnenden Landart-Ausstellung naTHURart 2017 am Ufer der Thur.

 

Rund 25 Personen, die sich alle mit der Kultur im Zürcher Weinland befassen, horchten zuerst den mit viel Begeisterung vorgetragenen Informationen von Schlossgärtner Christian Rüegsegger über den 200jährigen Schlosspark. Er wusste auf seiner Führung die Teilnehmenden für viele scheinbare Kleinigkeiten im wunderschön angelegten Park zu sensibilisieren. Wäre Ihnen mal in den Sinn gekommen statt an einer Pflanze zu riechen, diese zu streicheln und dann deren Duft aus der eigenen Hand zu erfahren? In seinem Küchenkräutergarten meinte Rüegsegger dann auch stolz: „Diese Kräuter muss man einfach berühren! Deren Duft wird dann noch intensiver.“ Am 23. Juli 2017 wird der Geburtstag des Schlossgartens  mit einer einfachen und ruhigen Feier begangen.

 

Sichere Zukunft von Schloss und Park

Ueli Frauenfelder als Präsident der Stiftung Schloss Andelfingen konnte in seinem kurzen geschichtlichen Rückblick – mit seinen unzähligen Verwendungszwecken – beruhigt mitteilen, dass die Zukunft von Schloss und Park gesichert ist. Als Ende 1990 feststand, dass das Altersheim vom Schloss ausziehen würde, machte man sich daran, die Bauten und den Park in eine Stiftung zu überführen. Diese Stiftung hat zum Zweck, die seinerzeit von Alfred und Eugénie Baur-Duret der Gemeinde geschenkte Liegenschaft mitsamt dem Park in ihrem historischen Bestand zu erhalten, zu nutzen und der Öffentlichkeit zuzuführen.

 

Kein Selbstläufer

Mit einiger Erleichterung konnte Hannes Huggel von ProWeinland als Projektleiter beruhigt feststellen, dass mit Blick auf die naTHURart 2017 alles im grünen Bereich ist. Die informative Website www.nathurart.ch ist seit geraumer Zeit online, das Projektteam ist bereit, die Finanzierung gesichert, die Bewilligungen erteilt, die Vorbereitungsarbeiten in der Endphase. Speziell kam er auf das durchgeführte Crowdfunding zu sprechen, das schliesslich fast 19‘000 Franken netto einbrachte. Er betonte dabei, dass ein solches Crowdfunding zwar sehr erfolgreich sein kann, aber keineswegs ein Selbstläufer ist. „Hunderte von Mails wurden verschickt, hunderte von Telefonanrufen getätigt, bis das Geld beisammen war.“ Wenn es ums Geld sammeln für ein kulturelles Projekt geht, ist es für die Kultur organisierenden Vereine und Kommissionen mindestens so wichtig, dass sie das Leitbild der kantonalen Kulturförderung gut ausnützen. (Es wurde am Treffen von 2015 von der Leiterin der Fachstelle, Prisca Passigatti, vorgestellt.)

Felix Juchler, der Koordinator des Anlasses bei ProWeinland, ist überzeugt, dass „die Kulturvereine im Zürcher Weinland näher zusammenrücken.“ Nicht nur haben sie vereinbart, gegenseitig die Jahresprogramme auszutauschen und  sich zudem gegenseitig zu den Veranstaltungen einzuladen. Die Anwesenden scheinen auch zu begreifen, dass dank enger Zusammenarbeit beim Kanton immer wieder ein paar Franken Unterstützung erfolgversprechend beantragt werden können. Beim gemütlichen Austausch mit vom Verkehrsverein-Vorstand offerierten Leckereien und einem feinen Glas Wein war dies den auch einer der Hauptdiskussionspunkte. 

 

Artikel aus der Andelfinger-Zeitung

 

 

 

 

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